Die "Roten Finger" am 12.12. 2016 zu Besuch an unserer Schule

Puppenbühne Die Roten Finger spielt mit Witz und sozialem Anspruch an der Grundschule in Ronnenberg

Ronnenberg. Die Geschichte des kleinen Ricardo, der um seine Heimat im brasilianischen Regenwald kämpft, hat die Jungen und Mädchen der Grundschule in Ronnenberg gefesselt. Mit viel Witz, aber auch einer wohldosierten Portion sozialem Anspruch hat die Puppenbühne „Die Roten Finger“ die Kinder gut unterhalten.

 

Während zweier Aufführungen fieberten die 230 Schüler der Klassen eins bis vier mit dem brasilianischen Jungen, dessen Zuhause dem Bau einer neuen Plantage zum Opfer zu fallen droht. Mut und Beharrlichkeit des Jungen geben seinem Schicksal schließlich eine Wendung.

„Für mich ist es wichtig, dass auch eine Message rüberkommt“, sagt Bernd Linde, der die modellierten Tischfiguren mit Holzskelett in den Vorstellungen allein spielt und spricht. Die Themen sind Konsum und Teilen. „Die Jungen und Mädchen sollen erfahren, dass es Kinder gibt, die nichts haben“, sagt der Puppenspieler.

Unterstützung vom Förderverein Die Schule engagiert die Bühne alle zwei bis drei Jahre alternativ zu den vielerorts verbreiteten Theaterfahrten in der Vorweihnachtszeit. Gesponsert werden die Vorstellungen vom Förderverein der Grundschule, der den Unkostenbeitrag für die Kinder absenkt und für einige Schüler, die es sich finanziell nicht leisten können, sogar komplett übernimmt.

„Ein Puppentheater ist in der heutigen Zeit auch immer ein Wagnis“, sagt Schulleiter Thomas Stark. Linde zöge die Kinder aber schon nach kurzer Zeit in seinen Bann. Das Konzept, die Handlung mit einigen Liedern aufzupeppen, passe überdies mit der musischen Orientierung der Schule gut zusammen.

„Das Wichtigste ist aber, dass es den Kindern gefällt“, sagt Linde. Dazu gehört am Ende auch ein Happy End. Ricardo kann den Unternehmer Richmond überreden, auf die Plantage zu verzichten, und rettet damit seine Heimat. „Die Kinder sehen, dass es sich lohnt, sich für eine Sache einzusetzen“, sagt Linde, der mit einem Luftschlangen-Feuerwerk auch noch für einen abschließenden Knalleffekt sorgt.

Von Uwe Kranz

Calenberger Nachrichten vom 13.12. 2016

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